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ausschließlich nach Vereinbarung

Brigitte Scholz, Re-Balance-Begleiterin

Am Lindenberg 27, 35463 Fernwald, Tel.: 0 64 04/2 08 98 87

Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie woanders zu suchen.

Francois de la Rochefoucauld

Die Jahreskreisfeste sind Jahrtausende alt und waren Feste der frühen menschlichen Kulturen. Sie ranken sich im Ursprung um die Beobachtung der Natur im Jahreskreis: Frühjahr, Sommer, Herbst, Winter; säen, wachsen, ernten, ruhen; Geburt, Entwicklung, Weisheit, Tod.


In früheren Kulturen oder anderen Epochen wurden die Veränderungen der Zeit kreis– und spiralförmig wahrgenommen. Das Jahr wurde als Kreis angesehen, wobei das Ende eines Jahres gleichzeitig der Anfang des neuen Jahres war.


Der Jahreskreis hat viele unterschiedliche Facetten:

Er ist Symbol für die vier Himmelsrichtungen und die vier Elemente, die vier Jahreszeiten, die acht Jahreskreisfeste. Er ist ebenso Symbol für einen Tag, für die Lebensphasen des Menschen und für die Veränderungen der alltäglichen Lebensthemen.


Die acht Jahreskreisfeste stehen wechselweise unter Sonnen– bzw. Mondeinfluss:

Die vier Sonnenrituale sind die zwei Wenden der Sonne im Winter und im Sommer und die Tagundnachtgleichen im Frühling und im Herbst. Die vier Mondrituale sind jeweils von einer der vier Mondphasen charakterisiert: Lichtmess = junge Mondsichel, Walpurgis = Vollmond, Kräuterweih = abnehmender Mond und Halloween = Neumond.


Acht ist die Zahl der Ausgleichung und zugleich der Unendlichkeit.

Feiert man die Jahreskreisfeste, so ist das Jahr in acht Teile geteilt, die in sich auch eine Ausgleichung darstellen und sich endlos fortsetzen. So ist das jeweilige Gegenüber stets die Ergänzung des anderen Festes: Die Wintersonnenwende mit der längsten Nacht steht gegenüber der Sommersonnenwende mit der kürzesten, der Jahrestiefpunkt gegenüber dem Jahreshöhepunkt.

Lichtmess mit dem Thema „Licht ins Dunkel“ steht gegenüber von Lammas, wo das Thema „Dunkelheit kommt ins Licht“ aktuell ist.

Die Frühlingstagundnachtgleiche steht der Herbsttagundnachtgleiche gegenüber, während bei ersteren die Tage nun länger als die Nächte werden, ist es bei zweiterer umgekehrt.

Und dem Fest der Freude und des Lebens Beltane steht das Fest des Todes und der Besinnung gegenüber.

Und so ist der ganze Jahreslauf wieder vollkommen ausgeglichen.





Der Zyklus der Frau spiegelt sich in den Mondphasen, diese haben Einfluss auf Ebbe und Flut.


Die Menschheit stellte sich die Erde als Große Mutter vor. Die Menschen waren überzeugt, dass alles Leben von der Göttin kommt, denn alles Weibliche bringt das Leben zur Welt.


Alte Zeit: entscheidend von Frauen geprägt, die nicht nur als Mütter, sondern geistig und organisatorisch im Zentrum kultischer und sozialer Zusammenhänge standen

Neue Zeit: Patriarchale Kultur: Dämonisierung des Weiblichen, Unterwerfung der Natur, Ausgrenzung der Frauen aus gesellschaftlichen und kulturellen Leben


Die menschliche Kultur hat ihren Ursprung in matrizentrischen Kulturen, in denen die Autorität von Frauen nicht auf Herrschaft, sondern auf deren magisch-religiöser Aura beruhte.


Am Anfang der Menschheit gab es nur weibliche Gottheiten, die fast immer dreieinig waren.



Die Zahl Drei verweist auf die prähistorische Göttinnentriade, welche die drei Lebensphasen einer Frau widerspiegelt: das Mädchen, die erwachsene Frau, die Alte.

Die Farben der Großen Göttin sind weiß, rot, schwarz.

Weiß: Mädchenzeit

Rot: erwachsene Frau, die blutet

Schwarz: Alte Frau, Greisin


In Mythen und Märchen hat die Zahl Drei ebenfalls eine herausragende Bedeutung:


Das Dreieck ist ebenfalls ein Symbol der weiblichen Trinität, der dreifaltigen Göttin.

Das Delta, das Dreieck ist ein altes Symbol für die Vulva.

Das Dreieck ist das Urbild oder das Weibliche Dreieck des Lebens.

In Ägypten war das Dreieck das hieroglyphische Zeichen für Frau.

Im griechischen Alphabet stand das Delta oder Dreieck für die Heilige Tür, das Tor zum Geheimnis des Weiblichen, die Vulva der All-Mutter Demeter.


Und schließlich: Alle guten Dinge sind drei!

Jahreskreisfeste

02. Februar – Lichtmess/Imbolc

(Kälte, Klarheit, Winter vertreiben, Visionssuche, Neubeginn)


21. März – Frühlingstagundnachtgleiche

(Gleichgewicht, Wachstum, Kraft der Jugend, Fruchtbarkeit)


30. April – Walpurgis

(Sinnlichkeit, Lebensfreude,

Erotik, Liebe)


21. Juni – Sommersonnenwende

(Sonnenkraft, Wendepunkt, Partnerschaft, Mütterlichkeit)


02. August – Schnitterin/Kräuterweih

(Ernte, Kräuterweihe, entscheiden, trennen, Grenzen ziehen)


21. September – Herbsttagundnachtgleiche

(Erntedank, Reichtum teilen,

Gegensätze integrieren)


31. Oktober – Dunkelheitsfest/Halloween/ Samhain

(Ahnen, Dunkelheit, Ruhe, trauern, loslassen, Abschied)


21. Dezember – Wintersonnenwende

(Rückkehr von Licht und Wärme,

tiefste Dunkelheit, Stille)



Unser Grab:

Ein kleiner, ganz feiner Riss

in der faltigen Hand unserer Großen Mutter.

Ernst Meister