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ausschließlich nach Vereinbarung

Brigitte Scholz, Re-Balance-Begleiterin

Am Lindenberg 27, 35463 Fernwald, Tel.: 0 64 04/2 08 98 87

Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie woanders zu suchen.

Francois de la Rochefoucauld

Frühlingstagundnachtgleiche/Ostara

Zur Frühlingstagundnachtgleiche sind Tag und Nacht, wie der Name bereits verrät, gleich lang. Diesen Gleichgewichtszustand erleben wir nur zweimal im Jahr. Es ist jeweils der Wendepunkt in eine neue Jahreszeit. Der 21. März ist der offizielle Frühlingsanfang. Bis zur Sommersonnenwende werden die Tage jetzt immer länger, nimmt die Sonneneinstrahlung mehr und mehr zu. Die Kraft der Sonne erweckt die Natur zu neuem Leben. Die Pflanzen treiben aus, die ersten Knospen öffnen sich. Die Säfte steigen in die Bäume. Ein mächtiger Energieschub drängt von der Erde Richtung Licht. Früher war dieses Fest ein Fest der Hoffnung. Hoffnung auf ein neues, gutes Erntejahr, da die alten Wintervorräte mittlerweile fast aufgebraucht waren.


Zur Frühlingstagundnachtgleiche haben die Bauern die Felder für die neue Aussaat vorbereitet. Dies geschah in einem Segnungsritual, das man auch Feldweihe nannte. Auch heute wird dies an manchen Orten noch durchgeführt. Dazu schreitet der Bauer die Felder ab, und steckt an jeder Ecke des Feldes heilige Kräuter, Äste einer Weide und manchmal sogar eine Kerze in den Boden. Während des Rituals bittet er um eine reichhaltige Ernte und um Schutz für die Felder.


Zur Zeit der Frühlingstagundnachtgleiche werden vor allem Frühlings- und Vegetationsgöttinnen verehrt, die jetzt aus ihrem totenähnlichen Winterschlaf erwachen und neues Leben auf die Erde bringen. Begrüßt werden die Göttinnen mit Musik, Gesängen und Tänzen. Sie werden um Segen für die Fruchtbarkeit der Erde gebeten. Die germanische Göttin Ostara ist die Göttin des Frühlings und der Fruchtbarkeit. Sie bringt die strahlenden Sonne und neues Wachstum. Ostara weckt die Lebenskraft der Erde und des Menschen. Ihre Blume ist die weiße Lilie, ihre beiden heiligen Tiere sind der Hase und der Marienkäfer. Beide stehen als Symbole für Glück und Fruchtbarkeit.


Zur Frühlingstagundnachtgleiche dürfen wir uns mit dem Wachstum und Keimen der Pflanzen identifizieren. Auch wir wachsen und keimen durch die Kraft der Sonne und der Erde. Jetzt ist es an der Zeit, die Visionen, die wir zu Lichtmess hatten, umzusetzen und in die Welt zu bringen. Wir dürfen unseren Samen (unsere Gedanken und Ziele) säen, damit er aufgehen, wachsen und Früchte tragen kann. Unsere Visionen dürfen keimen und wachsen und sich ab jetzt auch im Außen zeigen. Nicht nur die keimenden Pflanzen werden im Frühling sichtbar – auch wir selbst werden sichtbar. Es ist die Zeit, in der wir zeigen dürfen, wer wir sind. Im März heißt es, allen Mut zu sammeln und sich auf den Weg machen, denn jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Gestützt werden wir dabei von den Kräften der Frühlingsgöttinnen. Sie bringen uns die Kraft für den Neubeginn und für unser weiteres Wachstum.


Die Frühlingstagundnachtgleiche bringt Pflanzen-, Tier- und Menschenwelt mit dem Aufsteigen der Lebenskraft in Kontakt. Dieser Zeitpunkt ist auch heute noch der Frühlingsanfang. Tag und Nacht haben die gleiche Länge, aber das Licht fängt an sich durchzusetzen. Die Natur beginnt mit einem neuen Zyklus. Fest der erwachenden Erde. Die Frühlingstagundnachtgleiche wurde bis zum Vollmond gefeiert. Am Wochenende danach wird das große Frühlingsfest des ersten Vollmondes nach der Frühlingstagundnachtgleiche gefeiert, dieser Zeitpunkt wurde von der christlichen Kirche beibehalten als Ostern. Die germanische Göttin Ostara (angelsächsisch Eostre, Aurora bei den RömerInnen) gibt dem Osterfest ihren Namen. Sie ist eine Licht- und Frühlingsgöttin, die im Osten aus dem Meer aufsteigt, Göttin der Erneuerung, des beginnenden Lebens, des Neuanfangs. Keime brechen aus ihren Schuhen hervor, wenn sie über die Erde geht. Das Hauptsymbol dieser Zeit ist das Ei als Sinnbild der von der Göttin neu geborenen Kraft. Mit roter Farbe bemalt (Rot galt als die Farbe des Lebens) zieht es ihre Schöpfungsenergie an und bringt den Besitzerinnen neues Leben. Zur magischen Kraftanziehung wurden die Eier aber auch in vielfältigen Mustern bemalt wie z. B. Schlangen- und Zickzacklinien, die den kosmischen Lebensmustern entsprechen, denn mit der Bemalung wird eine energetische Form in den Kosmos gezeichnet und auf ein bestimmtes Energiemuster, das sich manifestieren soll, verstärkt.


Im Kreis des Jahres spielt die dreifaltige Göttin (Jungfrau, menstruierende Frau, weise Frau) eine große Rolle. Ihr wird ein selbstgewählter Gefährte zur Seite gestellt, der mit ihr den Fortbestand des Lebens (des Jahreskreises) sichert. Zu Ostara befindet sich die Göttin im Stadium der Jungfrau.