Termine

ausschließlich nach Vereinbarung

Brigitte Scholz, Re-Balance-Begleiterin

Am Lindenberg 27, 35463 Fernwald, Tel.: 0 64 04/2 08 98 87

Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie woanders zu suchen.

Francois de la Rochefoucauld

Halloween/Samhain

Dieses Fest findet in der Nacht vom 31.10. zum 01.11. statt und ist ein Fest des abnehmenden Halbmondes. Jetzt beginnen die dunklen Wochen des Jahres. Die Verbindung des Festes zum Naturkreislauf ist sehr deutlich. Nach Ausreifung der Früchte, nach der Samenbildung, welken die Pflanzen und sterben ab. Alles vergeht bis auf den neuen Samen, der den neuen Kreislauf in sich birgt. Die Lebenskraft zieht sich bei zunehmender Kälte ins Innerste zurück.


Wir müssen lernen, Lebendiges wieder gehen zu lassen und den Tod als Teil des Naturzyklus zu begreifen. Die dunkle Phase im Jahreskreis (schwarzer Aspekt der Göttin) haben wir als ebenso notwendige und wichtige Zeit wie die rote und weiße in den entsprechenden Jahreskreisritualen zu durchwandern.


Die Nacht zum 1. November wird in den meisten Traditionen als Übergangsritual zwischen den Welten gefeiert, zu dem Orakelbefragungen und Kontakte mit der Geisterwelt möglich sind. Halloween bedeutet “Aller Seelen Abend”. Bei den Germanen hieß dieses Fest „Holla“ oder „Frau Holle“. Sie ist die Göttin der Unterwelt, die am Vorabend zu Halloween ihre Pforten öffnet, damit die Toten die Lebenden und die Lebenden die Toten besuchen können. Als Windfrau zieht Holla (oder “Percht”) mit ihrem wilden Heer umher und schüttelt die letzten Blätter von den Bäumen. Ähnlich wie zu Allerseelen und Allerheiligen stehen zu Halloween die Geister der Toten im Mittelpunkt. Das keltische Samhain war zugleich Neujahrsfest und wurde als Abschluss und Neuanfang gefeiert. Das Hauptritual galt den während des Jahres Verstorbenen, die sich nach keltischer Vorstellung zunächst noch in der Nähe der Lebenden aufhielten. Das Samhainritual diente der endgültigen Verabschiedung von den Toten und ihrem Geleit ins Totenreich. Den Verstorbenen wurde der Weg mit Feuern oder geschnitzten Kürbisleuchten erhellt, damit sie sich nicht verirrten. Man gab ihnen Speis und Trank mit auf die Reise und auch kleine Geschenke fehlten nicht. Dies geschah vor allem auch, um unguten Geisterspuk vorzubeugen. Die, die ihren Platz im Totenreich gefunden haben, belästigen die Lebenden nicht, und so war die Sorge um das Wohl der Toten zugleich ein Vorsorgen für das eigene seelische Wohl.


Die Fürsorge für die Toten reichte meist weit über die erste Novembernacht hinaus. Viele Kulturen hatten und haben einen ausgeprägten Ahninnenkult, in dem die Verstorbenen in sorgfältig gehüteten Schreinen regelmäßig mitgespeist wurden. In Mexiko gehen die Familien zu Halloween auf die Friedhöfe, um auf den Gräbern im Clan zusammen mit den Verstorbenen zu speisen. Solche Halloweenbräuche bieten den Menschen Platz für ihr Weinen wie für ihr Lachen, Zeit zum Erinnern und Raum zum inneren Verabschieden von den geliebten Verstorbenen, der Tod wird rituell gehüteter Bestandteil des Lebens.


So steht am Ende allen Lebens der Tod, er ist aber wieder der Anfang zu neuem Leben und der Kreislauf beginnt von vorne.


Im Schwarzen, im Dunkel, ist die Totenwelt verborgen, daher schwarz als Trauerfarbe in unserem Kulturkreis.